Cacherunde in der Nähe von Stöfs an der Ostsee

Zu erzählen, dass man nach Stöfs fährt, löst eine ähnliche Reaktion aus, als wenn man von einer Reise nach Maïao berichtet, nämliche die erstaunte Frage „Wo ist das denn?“ Ehrlich gesagt passiert das im Fall von Stöfs sogar, wenn man Einheimischen davon erzählt, die ihr ganzes Leben nur 30 km vom Dorf entfernt gelebt haben. Stöfs liegt an der Ostsee, gehört zu Behrendsdorf, zum Einkaufen fährt man nach Lütjenburg und die Infrastruktur des Ortes besteht aus einem Briefkasten, einer Bushaltestelle und einem Altglascontainer. Weil hier auch das denkbar schönste aller Ferienhäuser steht, hatte ich die Gelegenheit eine sehr schöne Cacherunde zu absolvieren und das auch noch bei allerbestem Wetter: Schnee und -10°.
Los ging es mir mit dem Cache „Ausblick“ (GC2ZJTG ), das ist ein gut zu findender Drive-in, der seinen Titel völlig zu recht trägt, denn die Aussicht über den Binnensee zur Ostsee ist in der Tat sehenswert. In der Dämmerung kann man hier außerdem dem Fuchs Gute Nacht sagen, falls dieses leichtsinnige Etwas nicht bereits überfahren wurde.


Der Weg zum nächsten Cache führt dann die Straße (hier gibt’s nur eine) hinab nach „Waterneversdorf“ (GC1E99T), so heißt das Dorf, so heißt der Cache. Wer zufällig nicht in Stöfs wohnt, kann den Rundgag auch gut hier beginnen, da man das Auto hier besser parken kann. Sehr schöne Reetdachhäuser mit Gärten, in denen man spontan frühstücken möchte (außer vielleicht bei -10°) säumen die wiederum einzige Straße. Sich den Silo wegzudenken, den einzigen Schandfleck weit und breit, ist gar nicht schwierig. Der Cache am Ende des Dorfes ist wieder ein lockerer Drive-in.
Folgt man nun dem Weg immer weiter geradeaus, macht man als Nächstes einen schönen Spaziergag am Binnensee entlang, bevor man einen Weg bergauf nimmt und den Wald durchquert. Ziel ist „Störtebekers letzte Schatztruhe“ (GC314AP). Der breite Waldweg dorthin ist sehr bequem und am Ziel wird man erst von einer tollen Aussicht über den See belohnt und dann von einer schönen Kiste, die Störtebeker sicher auch gefallen hätte.
Indem man nicht weniger als die „Königliche Rast“ (GC1E9AC) anpeilt, macht man sich auf den Rückweg, obwohl es noch einiges zu tun gibt, bevor man die Runde beendet. Vorbei geht es an einem ausgehöhlten Baum, der ganz sicher Kobolden Unterschlupf bietet (oder etwa nicht?) und bergauf an einem Waldrand entlang. Die königliche Rast ist heutzutage zwar nicht gerade ein Picknickplatz und ich empfehle vorsichtshalber Handschuhe für die Bergung, aber sonst gibt es keinen Grund diesen Cache liegenzulassen.
Weiter geht es ins Dorf hinein. Wer gar nicht genug vom Blick auf den See und die Ostsee haben kann, steuert „In der Nähe einer spitzen Aussicht“ (GC30WW1 ) an. Obwohl man sich in der Nähe von Häusern befindet, kann man hier ganz ungestört suchen.
Einen letzten Abstecher bietet der „Nachbar von Königlicher Rast“ (GC2YVCA). Im Gegensatz zur königlichen Rast ist es hier absolut ruhig und erholsam und man kann auch noch einen Blick auf das hügelige Hinterland werfen, das als ich dort war, gerade in einem besonders schönen Dämmerlicht dalag, das meine Kamera leider überforderte.
Nun ist es an der Zeit in das schönste aller Ferienhäuser und zu mindestens Tee, wenn nicht Grog, zurückzukehren. Für diese Runde habe ich vier bis fünf Stunden gebraucht. Die Caches sind durchweg leicht zu finden, aber sie reihen sich zu einem sehr schönen Spaziergang aneinander.

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