Cachen im Düsseldorfer Zoopark

Als ich letztes Jahr auf der MS Julchen von der Insel Vilm zurückkehrte, wo ich gerade an einer großartigen Führung teilgenommen hatte, wünschte ich mir, so etwas auch in der Nähe von zu Hause öfter mal tun zu können. Hat etwas gedauert, aber nun war es so weit. Das Gartenamt der Stadt Düsseldorf bietet jede Menge Führungen und Exkursionen an. Also ging es letzten Sonntag in den Zoopark, wo praktischerweise auch noch zwei Caches auf mich warteten.

Eibe Zoopark

Doch bevor es an die Dosen ging, hörte ich erst einmal zwei Stunden lang von Uwe Görke sehr interessante Fakten, aber auch Geschichten, über die Bäume und Sträucher des Zooparks. Wenn man vom Eingang Brehmstraße/Ecke Graf-Recke-Straße den Park betritt und dann nach rechts geht, führt der Weg zwischen zwei Eiben hindurch. Eiben, so erfuhr ich, waren früher, so etwa rund um das 14. Jahrhundert, für die Herstellung von Bögen sehr beliebt, wodurch zeitweilig in England keine Eiben mehr existierten, da sie restlos alle für Waffen verarbeitet worden waren. Der König löste diese Situation, indem er als Zoll für vom Festland eingeführte Waren, neue Eiben mitbringen ließ. Noch besser gefiel mir in diesem Zusammenhang die Geschichte, dass damals französische Soldaten den englischen Soldaten zwei Finger abhackten, damit sie nicht mehr mit Pfeil und Bogen umgehen konnten. Die Engländer, gerade auf feindlichem Besuch in Frankreich, holten immer neue Soldaten von zu Hause und zeigten ihren Feinden Zeige- und Mittelfinger, um zu demonstrieren, dass sie noch immer schießen konnten – so entstand das Victoryzeichen. Ob diese Geschichte stimmt, ist mir völlig egal, sie ist einfach zu schön.

Trompetenbaum Zoopark

Jetzt weiß ich auch endlich, dass Rosskastanien einen nach rechts gedrehten Stamm haben, da sie dadurch stabilisiert werden, was man inzwischen auch für den Bau von Schornsteinen nutzt; Birnen hingegen drehen nach links, da sind sie eigen. Buchen können Sonnenbrand bekommen und der Trompetenbaum, der von einer Bombe geknickt wurde, lebt entgegen aller Wahrscheinlichkeit bis heute.

Der erste Geocache, den ich mir anschließend gönnte, war der Wasserspielplatz Zoopark, der sehr leicht zu finden ist. Erstaunlicherweise gibt es am selbst bei kaltem Wetter völlig überlaufenen Wasserspielplatz eine Ecke, in der man ungestört loggen kann.
Der zweite Cache ist ein ganz anderes Kaliber. Zoologischer Garten Düsseldorf stellt den Cacher erst einmal vor ein Rätsel, das so dermaßen rätselhaft ist, dass ich erst einmal nicht die allerleiseste Ahnung hatte, was ich damit tun sollte. Hat man herausgefunden, wie diese Art Rätsel heißt, kann man Stück für Stück an die Lösung heranrobben, wobei ich es schließlich geschafft habe, das Lösungswort auf den ersten Blick zu erkennen, aber nicht zu verstehen, dass es sich um das Lösungswort handelt.
Die beiden Caches liegen so günstig auseinander, dass man gleich den ganzen Park kennenlernt, wenn man sie sucht.

kaukasische Flügelnuss

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